Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

 

1. Wozu diese Zeilen?

Üblicherweise schließen Ärzte und Patienten keinen schriftlichen Vertrag ab. Das kann zu Missverständnisses und mitunter auch zu rechtlichen Problemen führen. Ich bitte Sie daher, sich diese Informationen genau durchzulesen und zur Kenntnis zu nehmen!

 

2. Ärztliche Leistungen

Ich freue mich, dass Sie zu mir in Behandlung kommen. Ich werde diese Behandlung nach Maßgabe der medizinischen Wissenschaft und der ärztlichen Erfahrung unter Einhaltung der üblichen Sorgfalt eines ordentlichen, pflichtgetreuen Arztes durchführen und alle medizinisch notwendigen Leistungen erbringen, die in meinen Fachbereich fallen, mit den Möglichkeiten meiner Ordination erbringbar sind und von Ihrer Krankenkasse übernommen werden.

 

3. Wie wird das Honorar verrechnet?

Die in meiner Ordination anfallenden Leistungen werden direkt mit Ihrer Krankenkasse abgerechnet. Es kann allerdings vorkommen, dass Ihre Krankenkasse einzelne Leistungen nicht übernimmt. In diesem Fall würde ich Sie darauf aufmerksam machen. Sie müssten dann, wenn Sie diese Leistungen wünschen, das zwischen uns besprochene Honorar (falls nichts besprochen wird, ein angemessenes Honorar) selbst bezahlen.

 

4. Ich zähle auf Ihre Termintreue…

Ich darf Sie höflich bitten, vereinbarte Termine auch einzuhalten. Falls etwas dazwischenkommt und Sie verhindert sind, ersuche ich um rechtzeitige Information. Bedenken Sie bitte, dass unsere Termine knapp sind und dass andere PatientInnen länger auf einen Termin warten müssen, wenn vereinbarte Termine nicht genützt werden. Ich muss mir daher auch vorbehalten, ein Stornopauschale in Höhe von € 50,00 in Rechnung zu stellen, falls ein Patient seinen Termin nicht wahrnimmt und uns nicht rechtzeitig Bescheid gibt.

 

5. Auch ich kann krank sein…

Sollte ich verhindert sein (z.B. durch Krankheit, Urlaub, Fortbildung) werde ich möglicherweise eine Kollegin/einen Kollegen bitten, mich in der Ordination zu vertreten. Wichtig ist: Ärzte arbeiten eigenverantwortlich! Selbst wenn ein Vertreter in meiner Ordination tätig wird, kommt der Behandlungsvertrag mit ihm zustande.

 

6. In einer Ordination kann nicht alles gemacht werden…

Falls Leistungen notwendig sind, die in meiner Ordination nicht erbracht werden können, werde ich Sie an andere Kolleginnen/Kollegen oder an eine Krankenanstalt überweisen. Diese Leistungen werden von Kolleginnen/Kollegen erbracht, die ich nach bestem Wissen auswähle. Aber auch hier gilt: jeder Arzt arbeitet unter eigener Verantwortung, das gilt auch für Laborfachärzte oder Radiologen.

 

7. Falls wir nicht mehr zusammenarbeiten wollen…

Medizin ist Vertrauenssache. Es bleibt Ihnen daher natürlich jederzeit unbenommen, zu einem anderen Kollegen oder einer anderen Kollegin zu wechseln. Umgekehrt habe auch ich jederzeit die Möglichkeit, die weitere Behandlung abzulehnen.

 

8. Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer sind für uns wichtig…

Wir erfassen Ihre Personaldaten in unserem Ordinations-PC. Ihre Kontaktdaten sind für uns wichtig, weil es sein kann, dass wir wegen Ihrer Behandlung oder wegen eingelangter Befundergebnisse mit Ihnen Kontakt aufnehmen müssen. Falls Sie Ihre Adresse ändern oder eine neue Telefonnummer haben, informieren Sie uns bitte so rasch als möglich. Wir können Sie nur unter der bei uns gemeldeten Daten erreichen! Wie sie wahrscheinlich wissen, sind die Ordinations-PCs mittlerweile auch mit ELGA verbunden, einem elektronischen Archivsystem, in dem vor allem die Medikamente, aber auch Labor- und Röntgenbefunde enthalten sind/sein werden. Sie können der Aufnahme Ihrer Daten entweder generell schriftlich beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger oder im Einzelfall mir gegenüber widersprechen. Dieses Recht, die Nichtaufnahme von Medikationsdaten zu verlangen, haben Sie insbesondere wenn die Medikamente im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion, einer psychischen Erkrankung oder einem Schwangerschaftsabbruch verordnet werden.

 

9. Information ist wichtig…

Als behandelnder Arzt bin ich davon abhängig, dass Sie mir von sich aus alle notwendigen Informationen geben (z.B. über die Medikamente die Sie einnehmen, Vorerkrankungen und Vorbehandlungen). Ich bitte um Verständnis, dass ich keine Verantwortung übernehmen kann, wenn ich nur unvollständige Informationen bekomme. Ich bin aus organisatorischen Gründen auch nicht in der Lage, Ihre ELGA-Daten ständig zu überprüfen. Daher müssen Sie mich bitte über alles Notwendige informieren, egal ob es in ELGA enthalten ist oder nicht.

 

10. Zusammenarbeit ist entscheidend…

In Ihrem eigenen Interesse ist es wichtig, dass Sie meine Empfehlungen einhalten, insbesondere was die Lebensführung, die Medikamenteneinnahme und Überweisungen zu anderen Ärzten anlangt. Genauso wichtig ist es, dass Sie die vereinbarten Kontrolltermine einhalten! Da Sie letztendlich aber natürlich selbst entscheiden, kann ich keine Verantwortung übernehmen, falls Sie Therapievorschläge nicht einhalten oder Kontrolltermine nicht wahrnehmen.

 

11. Zu Risiken und Nebenwirkungen…

Sollten mit der von mir vorgeschlagenen Behandlung besondere Risiken verbunden sein, werde ich Sie darauf aufmerksam machen. Was die verordneten Medikamente anlangt, darf ich auf die Packungsbeilage verweisen, in der aus rechtlichen Gründen alle jemals aufgetretenen und beobachteten Risiken aufgezählt sind. Sollten Sie weitere Informationen zu Risiken und Nebenwirkungen erhalten wollen, bitte ich Sie nachzufragen.

 

12. Das ärztliche Berufsgeheimnis ist mir heilig…

Ich unterliege der sehr strengen ärztlichen Schweigepflicht. Ich kann daher – abgesehen von den im Ärztegesetz vorgesehenen Ausnahmen – keine Informationen an Dritte weitergeben. Telefonische Auskünfte können daher von uns auch nur dann erteilt werden, wenn wir sicher sein können, dass der Patient selbst (oder ein Pflegeberechtigter) anruft. Soweit es allerdings medizinisch notwendig ist, muss ich mich mit Ärzten oder anderen mit mir zusammenarbeitenden Gesundheitsberufen über Ihre Gesundheitssituation beraten, bzw. Befunde weitergeben.

 

13. Zum Abschluss noch eine Formsache…

Eine letzte Bemerkung, weil es die Juristen so wünschen: Auf unseren Behandlungsvertrag ist österreichisches Recht anwendbar. Sollte es unerfreulicherweise einmal zu einem Gerichtsverfahren kommen, ist das Gericht am Standort meiner Ordination zuständig.

 

 

 

 

Joomla templates by a4joomla